Zur Geschichte des Schumannhauses in Endenich

Von Siegfried Kross

 

Ende des 18. Jahrhunderts hatte die Bonner Honoratiorenfamilie Kaufmann im damals noch nicht eingemeindeten Endenich oberhalb der Rheinebene am Rande des prähistorischen Rheinbetts einen Landsitz erbaut mit der gesamten Stadt und den daraus hervorstechenden Münstertürmen als Silhouette im Blickfeld und dem Siebengebirge als Hintergrund. Der ehemalige kurfürstliche Hofkammerrat Matthias Kaufmann hatte hier nach Auflösung des Kurfürstentums und seiner Einrichtungen, unter ihnen auch der Universität, Jurastudenten versammelt, um sie trotz der Schließung der Universität fachlich weiterzubilden. Wann das Gebäude vom Typus einer "Maison de plaisance" seine heutige Gestalt erhalten hat, ist nicht mehr sicher zu ermitteln; jedenfalls wurden rechts und links je eine Fensterachse auf heute insgesamt sieben angebaut. Der Eingang zu dem Anwesen befand sich damals auf der Stadtseite, von der Alfred-Bucherer-Straße aus.

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